ALLGEMEINE GESCHÄFTSBEDINGUNGEN DER BAWOIT GmbH FÜR DEN RECHTSVERKEHR MIT KAUFLEUTEN

Ver­si­on: Novem­ber 2021

1. ALLGEMEINES

  1. Die­se all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen gel­ten für sämt­li­che Lie­fer­be­zie­hun­gen der BAWOIT GmbH als Auf­trag­neh­mer und Lie­fe­rant (im Fol­gen­den „BAWOIT“ bezeich­net) und dem Kunden/Besteller von Soft­ware sowie indi­vi­dua­li­sier­ter Anpas­sun­gen (im Fol­gen­den „Kun­de“ genannt).
  2. Die all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen gel­ten aus­schließ­lich für den gewerb­li­chen Bereich. BAWOIT bie­tet ihre Leis­tun­gen nicht Ver­brau­chern oder Geschäfts­part­nern an, für die das zugrun­de­lie­gen­de Geschäft nicht in Aus­übung ihrer gewerb­li­chen oder selb­stän­di­gen beruf­li­chen Tätig­keit erfolgt. Der Ver­trags­schluss erfolgt aus­schließ­lich auf Grund­la­ge der all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen der BAWOIT GmbH. Abwei­chen­de oder ergän­zen­de Bedin­gun­gen des Vertragspartners/Kunden wer­den auch dann nicht Ver­trags­in­halt, wenn BAWOIT die­sen nicht geson­dert wider­spricht.
  3. Soweit in die­sen Geschäfts­be­din­gun­gen kei­ne Rege­lung getrof­fen ist, gel­ten nicht die all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen des Kun­den, son­dern die gesetz­li­chen Rege­lun­gen.
  4. Bestim­mun­gen eines indi­vi­du­ell ver­ein­bar­ten Ver­tra­ges zwi­schen den Par­tei­en und sei­ne Anla­gen gehen die­sen AGB vor. Ergän­zend gel­ten jedoch die­se AGBs.

2. ANGEBOT/AUFTRAGSBESTÄTIGUNG

  1. Alle Ange­bo­te von BAWOIT ver­ste­hen sich als frei­blei­bend und sind vor­be­halt­lich von Ände­rung und Irr­tum.
  2. Der Ver­trags­schluss kommt erst mit der schrift­li­chen Auf­trags­be­stä­ti­gung von BAWOIT, der Unter­zeich­nung eines Auf­tra­ges, spä­tes­tens jedoch mit der Annah­me der Lie­fe­rung bzw. der Instal­la­ti­on durch den Kun­den zustan­de.
  3. Bestel­lun­gen ohne vor­he­ri­ges Ange­bot gem. Ziff. 2 Nr. 1 wer­den für BAWOIT nur dann ver­bind­lich, wenn BAWOIT den Auf­trag bestä­tigt.
    Ent­spre­chen­des gilt, wenn der Kun­de ein von BAWOIT vor­ge­leg­tes Ange­bot modi­fi­ziert.

3. MITARBEITER VON BAWOIT/SUBUNTERNEHMER

  1. Sämt­li­che Arbei­ten wer­den nur bei Bedarf beim Kun­den vor Ort durch­ge­führt.
  2. Leis­tun­gen, die Mit­ar­bei­ter von BAWOIT nicht am Ort des Geschäfts­sit­zes von BAWOIT erbrin­gen, wer­den nach Auf­wand geson­dert nach Fahrt­zei­ten, Fahrt­kos­ten, Spe­sen und ggf. Über­nach­tungs­kos­ten in Rech­nung gestellt.
  3. Sofern Arbeit­neh­mer oder sons­ti­ge Erfül­lungs­ge­hil­fen von BAWOIT in Betriebs­tät­ten des Kun­den ein­ge­setzt wer­den, ver­bleibt das allei­ni­ge Wei­sungs- und Direk­ti­ons­recht unein­ge­schränkt bei BAWOIT.
  4. Der Beginn und das Ende der Regel­ar­beits­zeit rich­ten sich nach der jeweils gül­ti­gen Arbeits­zeit­re­ge­lung von BAWOIT. BAWOIT ist berech­tigt, sich zur Erfül­lung ihrer Leis­tungs­ver­pflich­tung Drit­ter zu bedie­nen.
  5. Die Par­tei­en ver­pflich­ten sich wäh­rend der Lauf­zeit die­ses Ver­tra­ges sowie wäh­rend eines Zeit­raums von einem Jahr nach Been­di­gung die­ses Ver­tra­ges weder Ange­stell­te noch freie Mit­ar­bei­ter der jeweils ande­ren Par­tei, die direkt oder indi­rekt mit bei der Erbrin­gung der ver­trags­ge­gen­ständ­li­chen Leis­tun­gen ver­traut waren, kei­ne unmit­tel­ba­re oder mit­tel­ba­re Beschäf­ti­gung in ihrem Geschäfts­be­trieb anzu­bie­ten oder die­se in ande­rer Wei­se, auch unter Zuhil­fe­nah­me Drit­ter, abzu­wer­ben.
  6. Der Kun­de ver­pflich­tet sich, BAWOIT zur Ver­wirk­li­chung des Geschäfts­er­fol­ges im not­wen­di­gen Umfang zu unter­stüt­zen und alle in sei­ner Betriebs­sphä­re zur ord­nungs­ge­mä­ßen Auf­trags­aus­füh­run­gen erfor­der­li­chen Vor­aus­set­zun­gen zu schaf­fen. Inso­weit stellt der Kun­de auf Anfor­de­rung von BAWOIT unent­gelt­lich Arbeits­plät­ze und Arbeits­mit­tel zur Ver­fü­gung. Der Kun­de ver­pflich­tet sich, sei­ne Mit­ar­bei­ter zur Mit­ar­beit gegen­über BAWOIT zu ver­pflich­ten.
  7. Auf schrift­li­ches Ver­lan­gen von BAWOIT hin, hat der Kun­de die Voll­stän­dig­keit und Rich­tig­keit der von ihm vor­ge­leg­ten Unter­la­gen und Infor­ma­tio­nen sowohl schrift­li­cher als auch münd­li­cher Art schrift­lich zu bestä­ti­gen.

4. PREISE/ZAHLUNGSBEDINGUNGEN

  1. Die Leis­tun­gen wer­den grund­sätz­lich nach Auf­wand abge­rech­net. Die Art und Dau­er der Tätig­keit des Mit­ar­bei­ters wer­den in einer Lis­te auf­ge­zeich­net, wel­che dem Kun­den mit Über­ga­be der Rech­nung vor­ge­legt wird.
  2. Von BAWOIT vor­ge­leg­te Auf­wand­skal­ku­la­tio­nen sind unver­bind­li­che Auf­wands­schät­zun­gen. Weicht der tat­säch­li­che Rea­li­sie­rungs­auf­wand um mehr als 10 % von der getä­tig­ten Auf­wands­schät­zung ab, wird BAWOIT den Kun­den über die­sen Umstand unver­züg­lich infor­mie­ren.
  3. Die Ver­gü­tung von BAWOIT rich­tet sich nach der bei­gefüg­ten Preis­lis­te, wel­che den Stun­den­satz, den erhöh­ten Stun­den­satz sowie die Pro­jekt­ne­ben­kos­ten regelt. Die Dienst­leis­tungs­preis­lis­te ver­liert ihre Gül­tig­keit mit dem Abschluss des jewei­li­gen Auf­tra­ges.
  4. Soweit für ein­zel­ne Leis­tun­gen oder den Gesamt­auf­trag ein Fest­preis ver­ein­bart wird und es sich spä­ter her­aus­stellt, dass bei der Fest­le­gung des Prei­ses zugrun­de­lie­gen­de Schät­zun­gen von BAWOIT auf­grund fal­scher Annah­men, die nicht in die Ver­ant­wor­tungs­sphä­re von BAWOIT fal­len, zu gering aus­ge­fal­len ist, so kann BAWOIT nach den Grund­sät­zen der Stö­rung der Geschäfts­grund­la­ge (§ 313 BGB) eine ange­mes­se­ne Anpas­sung der Ver­gü­tung for­dern.
  5. Zah­lun­gen für Leis­tun­gen, die BAWOIT für den Kun­den erbringt, sind unmit­tel­bar nach Rech­nungs­stel­lung zur Zah­lung fäl­lig, dies gilt auch, wenn sich die von BAWOIT erbrach­ten Leis­tun­gen über meh­re­re Mona­te erstre­cken.
  6. Der Kun­de ist nicht befugt, Zah­lun­gen zurück­zu­hal­ten. Das Recht des Kun­den, Zah­lun­gen wegen feh­len­der oder feh­ler­haf­ter Gegen­leis­tung zu ver­wei­gern, bleibt unbe­scha­det. Der Kun­de kann nur mit For­de­run­gen auf­rech­nen, die rechts­kräf­tig fest­ge­stellt oder die von BAWOIT aner­kannt wor­den sind. Der Kun­de kann Ansprü­che aus die­sem Ver­trag nur mit vor­he­ri­ger schrift­li­cher Zustim­mung von BAWOIT an Drit­te abtre­ten.
  7. Nach Ablauf von 30 Tagen nach Zugang einer Rech­nung oder einer gleich­wer­ti­gen Zah­lungs­auf­for­de­rung gerät der Kun­de in Ver­zug, wenn er die fäl­li­gen Zah­lun­gen nicht begleicht. BAWOIT kann den Ver­zug auch bereits vor Zusen­dung einer nach Fäl­lig­keit zuge­hen­den Mah­nung her­bei­füh­ren.
  8. BAWOIT ist unein­ge­schränkt berech­tigt, den ent­stan­de­nen Ver­zugs­scha­den (ins­be­son­de­re Zin­sen) bei dem Kun­den gel­tend zu machen.
  9. Sämt­li­che Prei­se sind Net­to­prei­se und wer­den zzgl. der gesetz­li­chen Umsatz­steu­er (der­zeit 19 %) in Rech­nung gestellt.
  10. Für Ter­min­ab­sa­gen von Work­shops sei­tens des Auf­trag­ge­bers wird fol­gen­de Rege­lung ver­ein­bart:
    Ter­min­ab­sa­gen <1 Werk­ta­ge Vor­lauf: 100% Ver­rech­nung
    Ter­min­ab­sa­gen 2 bis 5 Werk­ta­ge Vor­lauf: 50% Ver­rech­nung
    Bei Ter­min­ab­sa­gen mit einem Vor­lauf von 6 Werk­ta­gen erfolgt kei­ne Berech­nung. Die­se Rege­lung gilt für den im Vor­feld defi­nier­ten Auf­wand des ver­ein­bar­ten und zu erbrin­gen­den Work­shops (Leis­tungs­um­fangs) des Auf­trag­neh­mers.
  11. Alle Prei­se basie­ren auf der zum Zeit­punkt des Ver­trags­ab­schlus­ses gül­ti­gen Preis­lis­te. BAWOIT behält sich vor, mög­li­che Preis­an­pas­sun­gen dem Kun­den wei­ter­zu­ge­ge­ben.

5. EIGENTUMS- UND LIZENZVORBEHALT

  1. Alle Sach- und Soft­ware-Lie­fe­run­gen sowie ande­re Arbeits­er­geb­nis­se ste­hen unter Eigen­tums­vor­be­halt. Zwi­schen den Par­tei­en herrscht Einig­keit, dass der Kun­de das Eigen­tum an gelie­fer­ten Sach­leis­tun­gen und Arbeits­er­geb­nis­sen erst dann voll­stän­dig erlangt, wenn der Kun­de sämt­li­che For­de­run­gen, die jewei­li­ge Lie­fe­rung betref­fen, aus­ge­gli­chen hat. Das Nut­zungs­recht an einer Soft­ware wird erst mit voll­stän­di­ger Bezah­lung der zugrun­de lie­gen­den Lizenz­ge­büh­ren durch den Kun­den unwi­der­ruf­lich (Lizenz­vor­be­halt). Gerät der Kun­de mit mehr als 10 % der Gesamt­li­zenz­kos­ten in Ver­zug, kann BAWOIT das ein­ge­räum­te Nut­zungs­recht wider­ru­fen.
  2. BAWOIT ist berech­tigt, den Eigen­tums­vor­be­halt durch Siche­rungs­maß­nah­men, wie etwa das Zurück­be­hal­ten von Pass­wör­tern oder Sper­ren bestimm­ter Inhal­te zu sichern.
  3. Die Ver­pfän­dung der gelie­fer­ten Soft­ware ist nicht zuläs­sig, sofern nicht BAWOIT zuvor aus­drück­lich zuge­stimmt hat.

6. GEFAHRÜBERGANG UND GEGENNAHME

  1. Mit Über­las­sung der Gesamt­leis­tung oder selb­stän­di­ger Tei­le der Gesamt­leis­tung geht die Gefahr des zufäl­li­gen Unter­gangs auf den Kun­den über. Vor dem Zeit­punkt des Gefahr­über­gangs sorgt der Kun­de durch tech­ni­sche und orga­ni­sa­to­ri­sche Maß­nah­men für die Siche­rung der über­ge­be­nen Gesamt­leis­tung oder Tei­len hier­von.
  2. Nach jeder Lie­fe­rung kann BAWOIT eine schrift­li­che Erklä­rung ver­lan­gen, dass die Lieferung/Leistung voll­stän­dig, rich­tig und frei von offen­sicht­li­chen Män­geln ist. Die­se Erklä­rung ist inner­halb von 7 Tagen nach Ablie­fe­rung abzu­ge­ben.
  3. Die Erklä­rung gilt auch als abge­ge­ben, wenn der Kun­de die Ver­trags­ge­gen­stän­de län­ger als 6 Wochen seit der Über­ga­be rügelos nutzt oder sei­ne Bil­li­gung der Leis­tung auf ande­re Wei­se aus­drückt.
  4. Die Pflich­ten nach § 377 HGB blei­ben unbe­rührt.

7. ABNAHME

  1. Soweit die Leis­tun­gen von BAWOIT einer Abnah­me zugäng­lich sind, sind die­se vom Kun­den abzu­neh­men. Im Rah­men der Abnah­me wer­den die Leis­tun­gen von bei­den Ver­trags­par­tei­en gemein­sam auf Ver­trags­kon­for­mi­tät über­prüft. Eine Leis­tung ist ver­trags­ge­mäß, wenn sie frei von Sach- und Rechts­män­geln ist.
  2. Die Abnah­me ist schrift­lich zu erklä­ren.
  3. Der Kun­de ist berech­tigt, die Abnah­me bei Vor­lie­gen von kri­ti­schen und/oder wesent­li­chen Leis­tungs­män­geln zu ver­wei­gern und die Abnah­me abzu­bre­chen. BAWOIT wird die auf­ge­tre­te­nen kri­ti­schen und/oder wesent­li­chen Leis­tungs­män­gel in ange­mes­se­ner Frist behe­ben und nicht man­gel­freie Leis­tung erneut zur Abnah­me stel­len.
  4. Män­gel der Kate­go­rie a. sind kri­ti­sche Leis­tungs­män­gel und abnah­me­ver­hin­dernd. Es han­delt sich um Feh­ler, die die Nut­zung der ver­trags­ge­gen­ständ­li­chen Leis­tun­gen oder Tei­len hier­von aus­schlie­ßen.
  5. Feh­ler der Kate­go­rie sind wesent­li­che Leis­tungs­män­gel, die jedoch die Aner­ken­nung der Leis­tung als ver­trags­ge­mäß nicht zwin­gend ver­hin­dern. Die Män­gel der Kate­go­rie b. schränk­ten die Nut­zung der ver­trags­ge­gen­ständ­li­chen Leis­tung wesent­lich ein, sodass die Leis­tung nur unter deut­li­chen Erschwe­run­gen oder Umge­hun­gen (Work­around) nutz­bar ist. In die­sem Fall wird BAWOIT eine Umge­hung defi­nie­ren, die bis zur Feh­ler­be­he­bung wirk­sam ist. Gelingt eine funk­ti­ons­fä­hi­ge Bereit­stel­lung einer Umge­hung, ist der Kun­de nicht berech­tigt, die Aner­ken­nung der Leis­tung als ver­trags­ge­mäß zu ver­wei­gern, sofern durch BAWOIT der Man­gel inner­halb von 10 Werk­ta­gen besei­tigt wird.
  6. Feh­ler der Kate­go­rie c. ver­hin­dern nicht die Aner­ken­nung der Leis­tung als ver­trags­ge­mäß. Bei Feh­ler der Kate­go­rie han­delt es sich um Män­gel, die die ver­trags­ge­gen­ständ­li­che Leis­tung beim Kun­den nur unwe­sent­lich beein­träch­ti­gen.
  7. Die auf­ge­tre­te­nen Feh­ler wer­den von den Par­tei­en gemein­sam in die Feh­ler­ka­te­go­rien a. – c. ein­ge­teilt. Nach der Erklä­rung der Abnah­me­be­reit­schaft in dem Sin­ne, dass die Feh­ler der Kate­go­rie a. und b. beho­ben sind, ist das Abnah­me­ver­fah­ren zu wie­der­ho­len.
  8. Für Feh­ler in den vom Per­so­nal des Kun­den selb­stän­dig durch­ge­führ­ten Ent­wick­lungs­ar­bei­ten ist der Kun­de nicht berech­tigt, die Abnah­me der von BAWOIT erbrach­ten Leis­tun­gen zu ver­wei­gern.
  9. BAWOIT ist berech­tigt, auch Teil­leis­tun­gen als abnah­me­be­reit zu mel­den und zu über­ge­ben. Sofern alle abnah­me­be­tref­fen­den Teil­leis­tun­gen abge­nom­men wor­den sind, gilt die gesam­te Leis­tung als abge­nom­men.

8. MÄNGELANSPRÜCHE

  1. Als ver­trag­lich ver­ein­bar­te Beschaf­fen­heit gilt die Leis­tungs­be­schrei­bung gemäß Pflich­ten­heft oder Leis­tungs­schein. Die gelie­fer­ten Leis­tun­gen sind frei von Sach­män­geln, wenn sie im Zeit­punkt der Über­las­sung der ver­trag­lich ver­ein­bar­ten Beschaf­fen­heit ent­spre­chen. Eine uner­heb­li­che Min­de­rung des Wer­tes oder der Taug­lich­keit der Leis­tun­gen stellt kei­nen Man­gel dar. Als Man­gel kom­men damit nach dem bei­der­sei­ti­gen Ver­ständ­nis der Par­tei­en nur Feh­ler der Kate­go­rien a. und b. in Betracht.
  2. Män­gel bei ein­zel­nen Leis­tun­gen berech­tig­ten den Kun­den nur zur Gel­tend­ma­chung der Män­gel­an­sprü­che in Bezug auf die kon­kret zu bean­stan­den­de Leis­tung und berüh­ren das Ver­trags­ver­hält­nis im Übri­gen nicht. Die Män­gel­an­sprü­che ent­fal­len, wenn der Kun­de ohne Zustim­mung von BAWOIT die Soft­ware oder Tei­le hier­von selbst ändert oder durch Drit­te ändern lässt. Dies gilt nicht, wenn der Kun­de den Nach­weis führt, dass die betref­fen­den Män­gel nicht durch eine von ihm oder einem Drit­ten vor­ge­nom­me­ne Ände­rung der Leis­tung ver­ur­sacht wur­de.
  3. Ein von BAWOIT zu ver­tre­ten­der Man­gel liegt auch dann nicht vor, wenn ein funk­ti­ons­fä­hi­ger Leis­tungs­teil nur des­halb nicht den Erwar­tun­gen des Kun­den ent­spricht, weil die im Pflich­ten­heft doku­men­tier­ten Funk­tio­na­li­tä­ten unge­nau, lücken­haft oder nicht ange­ge­ben wur­den.
  4. Im Rah­men des Zumut­ba­ren trifft der Kun­de sämt­li­chen erfor­der­li­chen Maß­nah­men die zur Fest­stel­lung und Ein­gren­zung sowie zur Doku­men­ta­ti­on des Man­gels not­wen­dig sind. Soweit über­lässt der Kun­de alle hier­zu ver­füg­ba­ren Infor­ma­tio­nen an BAWOIT und unter­stützt BAWOIT bei der Man­gel­be­sei­ti­gung. Der Kun­de ist ver­ant­wort­lich dafür, dass die zur Ver­fü­gung gestell­ten Unter­la­gen und Infor­ma­tio­nen mit den tat­säch­li­chen Ver­hält­nis­sen über­ein­stim­men. Unrich­ti­ge oder unvoll­stän­di­ge Anga­ben berech­ti­gen BAWOIT den ver­ur­sach­ten Mehr­auf­wand vom Kun­den zu ver­lan­gen.
  5. Män­gel sind vom Kun­den unver­züg­lich nach Bekannt­wer­den des Man­gels in Form einer aus­führ­li­chen schrift­li­chen Män­gel­be­schrei­bung bei BAWOIT anzu­zei­gen. Im Fal­le einer unter­las­se­nen oder ver­spä­te­ten Män­gel­rü­ge sind die Man­gel­be­sei­ti­gungs­an­sprü­che des Kun­den auf die eigent­li­che Besei­ti­gung des Man­gels beschränkt. Für durch die ver­spä­te­te Män­gel­rü­ge hin­zu­tre­ten­de Schä­den trifft BAWOIT kein Ver­schul­den.
  6. Soweit ein Man­gel vor­liegt, leis­tet BAWOIT nach eige­ner Wahl Nach­er­fül­lung durch Besei­ti­gung des Man­gels oder durch Lie­fe­rung einer neu­en Sache. Die Nach­bes­se­rung von Soft­ware-Leis­tun­gen erfolgt nach Wahl von BAWOIT durch über­las­sen eines neu­en Pro­gramm­stan­des oder dadurch, dass BAWOIT Umge­hun­gen auf­zeigt, die die Aus­wir­kun­gen des Feh­lers auf­he­ben. Soweit eine end­gül­ti­ge Behe­bung des Man­gels nicht mög­lich ist, wird BAWOIT nach Mög­lich­keit eine gleich­wer­ti­ge Zwi­schen­lö­sung zur Umge­hung des Man­gels dem Kun­den zur Ver­fü­gung stel­len.
  7. Kann die Man­gel­be­sei­ti­gung nur durch einen Pro­gramm­stand erreicht wer­den kann, ist die­ser vom Kun­den auch dann zu über­neh­men, wenn dies für ihn zu einem zumut­ba­ren Anpas­sungs­auf­wand führt. Falls die Nach­bes­se­rung durch BAWOIT nach 3 Ver­su­chen trotz schrift­lich ange­setz­ter ange­mes­se­ner Nach­frist durch den Kun­den end­gül­tig fehl­schlägt, hat die­ser das Recht, die Ver­gü­tung ange­mes­sen her­ab­zu­set­zen. Im vor­ge­nann­ten Fall steht dem Kun­den ein Rück­tritts­recht nur zu, wenn das Sys­tem Män­gel der Kate­go­rie a. oder b. im Sin­ne die­ses Ver­tra­ges auf­weist und die Män­gel weder durch BAWOIT noch durch Drit­te besei­tigt wer­den kön­nen und es dem Kun­den nicht zumut­bar ist, auch unter umfas­sen­der Inter­es­sen­ab­wä­gung ins­be­son­de­re auch unter Berück­sich­ti­gung des Stel­len­wer­tes des Man­gels am Ver­trag wei­ter fest­zu­hal­ten. Für Scha­dens­er­satz­an­sprü­che gilt Ziff. 9. Ande­re Män­gel­an­sprü­che sind aus­ge­schlos­sen (z. B. Auf­wen­dungs­er­satz für Män­gel­be­sei­ti­gung durch Drit­te, Neu­lie­fe­rung Ver­trags­kos­ten).
  8. Stellt sich her­aus, dass ein Man­gel der Soft­ware trotz Mel­dung des Kun­den nicht vor­liegt, ist BAWOIT berech­tigt, ihre damit in Ver­bin­dung ste­hen­den Auf­wän­de nach den ver­ein­bar­ten Stun­den­sät­zen an den Kun­den zu berech­nen.
  9. Die Ansprü­che des Kun­den wegen Män­gel ver­jäh­ren in 12 Mona­ten nach Abnah­me, soweit die Leis­tung der Abnah­me zugäng­lich ist. Andern­falls beginnt die Frist mit der Ablie­fe­rung.

9. HAFTUNG/HÖHERE GEWALT/DATENVERLUST

  1. Für Schä­den, die von BAWOIT vor­sätz­lich oder grob fahr­läs­sig bei­geführt wer­den, haf­tet BAWOIT unbe­schränkt.
  2. Die Haf­tung im Fal­le von Beschaf­fen­heits­ga­ran­tien nach dem Pro­dukt- Haf­tungs­ge­setz sowie für Per­so­nen­schä­den, d. h. für Ver­let­zun­gen des Lebens, des Kör­pers oder Gesund­heit und Frei­heit haf­tet BAWOIT unbe­grenzt. Davon umfasst ist auch eine unbe­schränk­te Haf­tung für arg­lis­tig ver­schwie­ge­ne Män­gel.
  3. Bei der leicht fahr­läs­si­gen Ver­let­zung von wesent­li­chen Ver­trags­pflich­ten (Kar­di­nal­pflich­ten) ist die Ersatz­pflicht von BAWOIT unbe­grenzt. Wesent­li­che Ver­trags­pflich­ten sind Pflich­ten, deren Erfül­lung die ord­nungs­ge­mä­ße Durch­füh­rung des Ver­tra­ges erst ermög­licht und auf deren Ein­hal­tung der Kun­de regel­mä­ßig ver­trau­en darf. Im Übri­gen ist die Haf­tung von BAWOIT für leicht fahr­läs­sig ver­ur­sach­te Schä­den auf einen Gesamt­be­trag von 1 Mio. Euro begrenzt. Zif­fer 9 Nr. 2 die­ses Ver­tra­ges bleibt davon unbe­rührt.
  4. Die Haf­tung für Fol­ge- und indi­rek­te Schä­den wie ent­gan­ge­nen Gewinn, Schä­den durch Betriebs­un­ter­bre­chung oder aus­ge­blie­be­nen Ein­spa­run­gen ist aus­ge­schlos­sen.
  5. Für die pünkt­li­che und rich­ti­ge Belie­fe­rung von Daten oder Pro­duk­ten Drit­ter ist BAWOIT auf sei­ne Vor­lie­fe­ran­ten ange­wie­sen. BAWOIT kann inso­weit nur für die Wahr­neh­mung eige­ner Pflich­ten ein­ste­hen, um Daten oder Pro­duk­te Drit­ter zu beschaf­fen.
  6. Für die Wie­der­be­schaf­fung von Daten haf­tet BAWOIT nur, wenn der Kun­de sicher­ge­stellt hat, dass die Daten in maschi­nen­les­ba­rer Form bereit­ge­hal­ten wer­den und mit ver­tret­ba­rem Auf­wand wie­der­her­ge­stellt wer­den kön­nen. Die Haf­tung von BAWOIT ist auf den Wie­der­her­stel­lungs­auf­wand beschränkt, es sei denn, die Daten­ver­lus­te wur­den durch BAWOIT vor­sätz­lich oder grob fahr­läs­sig her­bei­ge­führt.
  7. Die vor­ste­hen­den Rege­lun­gen gel­ten ent­spre­chend für die per­sön­li­che Haf­tung der gesetz­li­chen Ver­tre­ter oder Per­so­nen, deren sich BAWOIT zur Erfül­lung ihrer Ver­bind­lich­kei­ten bedient.
  8. Eine Ände­rung der gesetz­li­chen Beweis­last­re­ge­lun­gen ist mit den vor­ste­hen­den Rege­lun­gen nicht ver­bun­den.
  9. Alle Ansprü­che des Kun­den, die sich aus dem vor­lie­gen­den Ver­trags­ver­hält­nis erge­ben, ins­be­son­de­re Ansprü­che auf Scha­den- oder Auf­wen­dungs­er­satz ver­jäh­ren in 12 Mona­ten nach Ent­ste­hen des Anspruchs. Im Fal­le von Schä­den an Leben, Kör­per, Gesund­heit oder Frei­heit einer Per­son, bei vor­sätz­li­chem Han­deln oder wenn BAWOIT Män­gel arg­lis­tig ver­schwie­gen hat sowie bei Ansprü­chen aus dem Pro­dukt­haf­tungs­ge­setz gel­ten die gesetz­li­chen Ver­jäh­rungs­fris­ten unein­ge­schränkt.

10. GEHEIMHALTUNG UND VERWAHRUNG

  1. Die Par­tei­en ver­pflich­ten sich, alle bei der Ver­trags­durch­füh­rung von dem jeweils ande­ren Ver­trags­part­ner zuge­hen­den oder bekannt­wer­den­den Infor­ma­tio­nen und Unter­la­gen ver­trau­lich zu behan­deln, soweit die­se nicht all­ge­mein bekannt sind. Die­se Pflicht bleibt auch nach Durch­füh­rung des Ver­tra­ges bestehen. Die Par­tei­en ver­wah­ren und sichern die­se Infor­ma­tio­nen und Unter­la­gen so, dass ein Zugriff und Miss­brauch durch Drit­te aus­ge­schlos­sen ist.
  2. Die Par­tei­en beach­ten die daten­schutz­recht­li­chen Vor­schrif­ten, ins­be­son­de­re wer­den sie nur Per­so­nen zur Leis­tungs­er­fül­lung ein­set­zen, die gemäß § 5 Satz 2 BDSG schrift­lich auf das Daten­ge­heim­nis ver­pflich­tet sind. Soweit BAWOIT bei der Durch­füh­rung die­ses Ver­tra­ges per­so­nen­be­zo­ge­ne Daten ver­ar­bei­tet, wird BAWOIT im Auf­trag des Kun­den im Sin­ne des § 11 BDSG tätig.
  3. Für die Mit­ar­bei­ter des Kun­den gilt dies auch hin­sicht­lich der Rechts­ver­hält­nis­se an der Soft­ware und den Befug­nis­sen des Kun­den gemäß Nr. 11 die­ser AGB.
  4. Der Kun­de stimmt zu, dass BAWOIT die zur Geschäfts­ab­wick­lung erfor­der­li­chen Daten des Kun­den unter Beach­tung der daten­schutz-recht­li­chen Vor­schrif­ten ver­ar­bei­tet.

11. URHEBER- UND NUTZUNGSRECHT

  1. Die von BAWOIT erbrach­ten Leis­tun­gen und gelie­fer­te Soft­ware ist urhe­ber­recht­lich geschützt. Sämt­li­che aus dem Urhe­ber­recht abge­lei­te­ten Rech­te ste­hen BAWOIT zu. Soweit die Rech­te Drit­ten zuste­hen, lie­gen bei BAWOIT die ent­spre­chen­den Ver­wer­tungs­rech­te.
  2. Soweit BAWOIT dem Kun­den Soft­ware von Micro­soft oder ande­rer Soft­ware-Her­stel­ler oder Soft­ware-Anpas­sun­gen über­lässt, geschieht dies aus­schließ­lich nur auf Grund­la­ge der jewei­li­gen Lizenz­be­din­gun­gen der Rech­te­inha­ber, die die­sen all­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen bei­gefügt sind.
  3. Der Kun­de ver­pflich­tet sich, die in der Soft­ware ent­hal­te­nen Betriebs­ge­heim­nis­se und urhe­ber­recht­lich geschütz­ten Mate­ria­li­en zu wah­ren. Das Urhe­ber­recht an der Soft­ware von BAWOIT umfasst ins­be­son­de­re Logos, Orga­ni­sa­ti­on und Struk­tur der Pro­gramm­da­tei­en, Erschei­nungs­bild, Doku­men­ta­ti­on und ins­be­son­de­re den Pro­gramm- Code. Dem Kun­den wird jede nicht aus­drück­lich geneh­mig­te Ver­viel­fäl­ti­gung, Nut­zung, Wei­ter­ga­be oder Wie­der­ga­be des Inhalts der gelie­fer­ten Soft­ware unter­sagt.
  4. Ohne vor­he­ri­ge schrift­li­che Zustim­mung von BAWOIT ist es dem Kun­den unter­sagt, die Soft­ware zu dekom­pi­lie­ren, rück­as­sem­blie­ren oder auf ande­re Wei­se in all­ge­mei­ne les­ba­re Form umzu­wan­deln sowie die Soft­ware oder Tei­le hier­von zu ändern, anzu­pas­sen, zu über­set­zen, zu ver­mie­ten, zu ver­lei­hen oder zu ver­lea­sen. Mit voll­stän­di­ger Zah­lung der For­de­run­gen von BAWOIT erwirbt der Kun­de, dass ein­fa­che, nicht aus­schließ­li­che, zeit­lich unbe­grenz­te Recht, die ver­trags­ge­gen­ständ­li­che Soft­ware im ver­trag­lich defi­nier­ten Umfang für eige­ne Zwe­cke zu nut­zen. Ergän­zend gel­tend die Rege­lun­gen der §§ 69 ff. UrhG im Sin­ne eines Erwer­bes gegen Ein­mal­li­zenz auf Dau­er.
  5. Eine wei­ter­ge­hen­de gewerb­li­che Ver­wer­tung der Soft­ware durch den Kun­den ist aus­ge­schlos­sen.
  6. Zum Zwe­cke der Erstel­lung von not­wen­di­gen Siche­rungs­ko­pien darf der Kun­de die Soft­ware ver­viel­fäl­ti­gen. Der Kun­de ist berech­tigt, die Soft­ware in die Arbeits­spei­cher und die Fest­plat­ten der Rech­ner­ar­beits­plät­ze in der ver­trag­lich bestimm­ten Art und Anzahl zu laden und zu nut­zen.
  7. Es ist dem Kun­den nicht gestat­tet, die Soft­ware im Rah­men eines Appli­ka­ti­on-Ser­vice-Pro­vi­ding (ASP) oder zum Betrieb in einem Rechen­zen­trum zu nut­zen, soweit nicht die vor­he­ri­ge schrift­li­che Zustim­mung von BAWOIT vor­liegt.
  8. Im Fall des Wider­rufs der Nut­zungs­be­fug­nis­se hat der Kun­de die Ori­gi­nal­soft­ware sowie alle Kopien her­aus­zu­ge­ben und gespei­cher­te Tei­le der Soft­ware zu löschen. Für den Zeit­raum zwi­schen Wider­ruf der Nut­zungs­be­fug­nis­se und der voll­stän­di­gen Ent­fer­nung von den Sys­te­men des Kun­den steht BAWOIT das für den Zeit­raum der Nut­zung übli­cher­wei­se geschul­de­te Ent­gelt zu.

12. CHANGE-REQUEST-VERFAHREN (LEISTUNGSÄNDERUNGSVERFAHREN) UND LIEFERZEITPUNKTE

  1. Ver­ein­ba­run­gen oder Anga­ben zum Leis­tungs- und/oder Lie­fer­zeit­punkt sind für BAWOIT nur ver­bind­lich, wenn die­se in schrift­li­cher Form erfol­gen.
  2. Sämt­li­che Mah­nun­gen und Frist­set­zun­gen des Kun­den bedür­fen zu ihrer Wirk­sam­keit der Schrift­form. Nach­fris­ten müs­sen ange­mes­sen sein und dür­fen nicht kür­zer als 5 Arbeits­ta­ge sein.
  3. Die Selbst­be­lie­fe­rung von BAWOIT bleibt vor­be­hal­ten. Teil­lie­fe­run­gen durch BAWOIT sind zuläs­sig, wenn die gelie­fer­ten Leis­tungs­tei­le iso­liert und sinn­voll nutz­bar sind. Für den Zeit­raum, in dem BAWOIT auf Infor­ma­tio­nen oder Mit­wir­kungs­hand­lun­gen des Kun­den war­tet, ver­län­gern sich etwa­ige Lie­fe­rungs- und Leis­tungs­fris­ten ent­spre­chend. Glei­ches gilt für den Fall, in dem BAWOIT an der ord­nungs­ge­mä­ßen Durch­füh­rung des Ver­tra­ges auf­grund von Umstän­den ver­hin­dert ist, die weder BAWOIT noch ein Erfül­lungs­ge­hil­fe von BAWOIT zu ver­tre­ten haben. Sol­che Umstän­de lie­gen ins­be­son­de­re im Fal­le von arbeits­kampf­be­ding­ten Streiks oder Aus­sper­run­gen und dem Ein­tritt wei­te­rer für BAWOIT unvor­her­seh­ba­re Hin­der­nis­se, wel­che außer­halb der Risi­ko- und Beein­flus­sungs­sphä­re von BAWOIT lie­gen, vor. Der Beginn und das Ende sowie die Art des Hin­der­nis­ses wird BAWOIT dem Kun­den unver­züg­lich anzei­gen.
  4. BAWOIT steht nicht für ver­ein­bar­te Ter­mi­ne ein, wenn die­ser auf­grund von Ände­rungs­wün­schen des Kun­den, die nicht Bestand­teil der ursprüng­li­chen Beauf­tra­gung waren, nicht ein­ge­hal­ten wer­den kön­nen. Zumut­ba­re Ände­run­gen der Anfor­de­rung des Kun­den sind von BAWOIT umzu­set­zen, wenn dies BAWOIT hin­sicht­lich des Auf­wands und der Ter­min­pla­nung zumut­bar ist. Soweit sich die Rea­li­sie­rung des Ände­rungs­wun­sches des Kun­den auf die Ver­trags­be­din­gun­gen aus­wirkt, kann BAWOIT eine Anpas­sung der Ver­trags­be­din­gun­gen, ins­be­son­de­re eine Erhö­hung der Ver­gü­tung bzw. auch die Ver­schie­bung der Ter­mi­ne ver­lan­gen.
  5. Ver­ein­ba­run­gen oder Anga­ben zum Leis­tungs- und Lie­fer­zeit­punkt sind nur ver­bind­lich, wenn sie schrift­lich erfol­gen. Alle Mah­nun­gen und Frist­set­zun­gen des Kun­den bedür­fen eben­falls der Schrift­form. Nach­fris­ten müs­sen ange­mes­sen sein.

13. ZUGRIFF AUF DEN QUELLCODE

  1. Die Geschäfts­pro­zess­lo­gik der Soft­ware Micro­soft Dyna­mics sowie deren Anpas­sun­gen und Erwei­te­run­gen wer­den im Quell-Code an den Kun­den über­ge­ben. Der Quell-Code ist nicht der Gegen­stand der Rechts­über­tra­gung. Ein Zugriff auf den Quell-Code ist nur mit einer geson­der­ten Ent­wick­lungs­li­zenz des Her­stel­lers mög­lich, die der Kun­de geson­dert zu beauf­tra­gen.
  2. Eine Doku­men­ta­ti­on des Quell-Codes ist nicht Bestand­teil des Lie­fer­um­fangs und ist durch den Kun­den geson­dert zu beauf­tra­gen.

14. RECHTE DRITTER

  1. BAWOIT stellt die von ihr erbrach­ten Leis­tun­gen frei von Rech­ten Drit­ter, die die Benut­zung durch den Kun­den gemäß des Ver­trags­zwe­ckes ein­schrän­kend oder aus­schlie­ßend zur Ver­fü­gung.
  2. Soweit Drit­te Schutz­rech­te gegen den Kun­den gel­tend machen, hat die­ser BAWOIT dar­über schrift­lich zu infor­mie­ren. BAWOIT kann nach eige­ner Wahl den Anspruch abweh­ren oder befrie­di­gen, oder die betrof­fe­ne Leis­tung gegen eine gleich­wer­ti­ge, den ver­trag­li­chen Bestim­mun­gen ent­spre­chen­de Leis­tung aus­tau­schen, wenn dies für den Kun­den zumut­bar ist.

15. VERTRAGSAUFLÖSUNG

  1. Eine Kün­di­gung aus wich­ti­gem Grund ist unter Anga­be des Kün­di­gungs­grun­des und Set­zen einer ange­mes­se­nen Frist zur Besei­ti­gung des Kün­di­gungs­grun­des vor­her schrift­lich anzu­dro­hen. Wich­ti­ge Grün­de für eine Kün­di­gung sind unter ande­rem: Zah­lungs­ver­zug über drei Mona­te; Ver­let­zung der dem Kun­den oblie­gen­den Pflich­ten, ins­be­son­de­re der ver­trag­li­chen Mit­wir­kungs­pflich­ten; wenn gegen den Kun­den ein Insol­venz­ver­fah­ren eröff­net oder man­gels Mas­se abge­lehnt wird.
  2. Jede Kün­di­gung bedarf zu ihrer Wirk­sam­keit der Schrift­form. Die Text­form genügt nicht.
  3. Bei einer Kün­di­gung aus wich­ti­gem Grund durch den Kun­den steht BAWOIT ein der erbrach­ten Leis­tung ent­spre­chen­der Teil der Ver­gü­tung zu. Hat BAWOIT den wich­ti­gen Grund, der den Kun­den zur Kün­di­gung berech­tigt, zu ver­ant­wor­ten, erhält BAWOIT die Ver­gü­tung nur, wenn dem Kun­den die bis­her erbrach­te Leis­tung nut­zen kann.
  4. Bei Been­di­gung des Ver­trags­ver­hält­nis­ses ist der Kun­de zur Rück­ga­be aller Ver­trags­ge­gen­stän­de sowie der über­las­se­nen Doku­men­ta­ti­on und sons­ti­ger Unter­la­gen ver­pflich­tet. Die Rück­ga­be umfasst auch die voll­stän­di­ge Löschung und Ver­nich­tung sämt­li­cher vor­han­de­ner Kopien. BAWOIT kann auf die Rück­ga­be ver­zich­ten und die Löschung des Pro­gramms sowie die Ver­nich­tung der Doku­men­ta­ti­on ver­lan­gen.

16. SCHLUSSBESTIMMUNGEN

  1. Soll­te eine Bestim­mung des geschlos­se­nen Ver­tra­ges oder die­ser All­ge­mei­nen Geschäfts­be­din­gun­gen unwirk­sam sein oder wer­den oder eine Lücke ent­hal­ten, so bleibt die Rechts­wirk­sam­keit der übri­gen Bestim­mun­gen davon unbe­rührt. Die Par­tei­en ver­pflich­ten sich in die­sem Fall eine recht­lich wirk­sa­me Bestim­mung zu tref­fen, die dem wirt­schaft­li­chen Ziel der unwirk­sa­men Klau­sel mög­lichst nahe­kommt.
  2. Neben­ab­re­den und Ände­run­gen die­ses Ver­tra­ges bedür­fen der Schrift­form. Dies gilt auch für die Auf­he­bung des Schrift­form­erfor­der­nis­ses. Die Schrift­form ist durch eine rück­be­tä­tig­te E‑Mail gewahrt.
  3. Leis­tungs­ort ist Brühl.
  4. Es gilt aus­schließ­lich das Recht der Bun­des­re­pu­blik Deutsch­land unter Aus­schluss des Deut­schen inter­na­tio­na­len Pri­vat­rech­tes, ins­be­son­de­re sei­ner Kol­li­si­ons­nor­men und des UN-Kauf­rechts (CISG). Soweit gesetz­lich zuläs­sig und der Kun­de Voll­kauf­mann oder gleich­ge­stellt ist, ist aus­schließ­li­cher Gerichts­stand für alle aus die­sem Ver­trags­ver­hält­nis sich erge­ben­den Strei­tig­kei­ten Brühl.
  5. Alle vor­he­ri­gen AGBs ver­lie­ren hier­mit ihre Gül­tig­keit.